Der Kalender des Betriebsleiters war Wochen im Voraus gefüllt. Besprechungen reihten sich aneinander, Entscheidungen blieben liegen und operative Themen stapelten sich. Am Ende des Tages war alles besprochen, aber wenig entschieden.
Die kurze Antwort vorweg
Meetings bremsten die Produktivität, weil sie ohne klares Ziel, ohne Entscheidungsfokus und ohne Nachbereitung stattfanden. Sie erzeugten Beschäftigung, aber kaum Wirkung.
Wenn der Kalender die Arbeit ersetzt
Im betrachteten Unternehmen waren Meetings zum zentralen Steuerungsinstrument geworden. Jede Abstimmung, jede Frage und jedes Problem führte zu einer Besprechung.
Der Betriebsleiter verbrachte den Großteil seiner Zeit in Terminen. Für konzentrierte Arbeit blieb kaum Raum. Entscheidungen wurden vertagt, weil sie in der nächsten Runde noch einmal abgestimmt werden sollten.
Der Kalender war voll, der Fortschritt gering.
Meetings ohne klares Ziel
Ein zentrales Problem war das Fehlen klarer Ziele. Viele Besprechungen hatten keinen definierten Zweck.
Man traf sich, um zu informieren, zu diskutieren oder Meinungen auszutauschen. Entscheidungen waren selten explizit vorgesehen. Entsprechend selten wurden sie getroffen.
Ohne Ziel verliert jedes Meeting seine Wirkung.
Wenn alle reden, aber niemand entscheidet
In den Meetings waren viele Personen anwesend, oft aus Vorsicht oder Gewohnheit. Verantwortlichkeiten waren nicht klar verteilt.
Diskussionen verliefen im Kreis, weil niemand die Entscheidungshoheit hatte oder wahrnahm. Am Ende wurden Aufgaben verteilt, aber Entscheidungen offen gelassen.
Die Folge waren weitere Meetings.
Die versteckten Kosten von Besprechungen
Meetings kosten nicht nur Zeit, sondern auch Fokus. Teilnehmer reißen aus ihrer Arbeit heraus, verlieren den Gedankengang und müssen später wieder neu ansetzen.
In Summe entstand ein erheblicher Produktivitätsverlust, der im Tagesgeschäft kaum sichtbar war, sich aber spürbar auf Ergebnisse auswirkte.
Produktivität litt im Stillen.
Der Wendepunkt durch klare Meeting-Regeln
Die Veränderung begann mit einer einfachen Analyse. Welche Meetings sind wirklich notwendig. Welche führen zu Entscheidungen. Welche könnten anders gelöst werden.
Daraufhin wurden klare Regeln eingeführt. Jedes Meeting brauchte ein klares Ziel. Information, Entscheidung oder Problemlösung.
Meetings ohne Ziel wurden gestrichen oder durch kurze Abstimmungen ersetzt.
Entscheidungspflicht statt Diskussionsrunde
Für jedes Meeting wurde vorab festgelegt, welche Entscheidung getroffen werden soll und wer sie trifft. Teilnehmer wurden gezielt eingeladen.
Diskussionen wurden auf das Notwendige begrenzt. Am Ende jedes Meetings stand eine klare Entscheidung oder ein konkreter nächster Schritt.
So entstand Verbindlichkeit.
Nachbereitung schafft Wirkung
Ein weiterer entscheidender Punkt war die Nachbereitung. Ergebnisse wurden kurz dokumentiert und verteilt.
So war für alle klar, was beschlossen wurde, wer verantwortlich ist und bis wann etwas umgesetzt wird. Rückfragen nahmen ab, Umsetzung wurde messbar.
Meetings erhielten erstmals echte Wirkung.
Weniger Meetings, bessere Ergebnisse
Nach der Umstellung sank die Anzahl der Meetings deutlich. Der Betriebsleiter gewann Zeit für konzentrierte Arbeit und strategische Aufgaben.
Teams arbeiteten selbstständiger, Entscheidungen wurden schneller getroffen. Die Produktivität stieg spürbar, ohne dass mehr gearbeitet wurde.
Weniger Termine führten zu mehr Fortschritt.
Fazit: Meetings sind Werkzeuge, keine Beschäftigung
Meetings sind kein Selbstzweck. Richtig eingesetzt, unterstützen sie Zusammenarbeit und Entscheidungen. Falsch eingesetzt, blockieren sie Produktivität.
Unternehmen, die Meetings klar strukturieren, gewinnen Zeit, Fokus und Wirkung.
Nicht die Anzahl der Meetings entscheidet, sondern ihr Ergebnis.




